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  Myhstiqu’s Rinnsaal von Fye
 

Myhstiqu’s Rinnsaal

 

 

Ein Ausflug

 

Heute war Sonntag, nicht irgendein Sonntag, sondern der Tag an dem Leomar endlich nach zweieinhalb Jahren wieder mal ausschlafen konnte.

Dieser schon bald an die 35 Jahre gehende Mann, mit seinen blauen Augen, und seinem dunkelschwarzen Haaren, war heute endlich mal wieder zu Hause, nicht irgendwo, sondern in seinem eigenen Haus auf Jamaika, in dem er schon seit genau dieser Zeit nicht mehr einen Sonntag genießen konnte.

Denn wie es sein Beruf als Geschichtsforscher erforderte, kam er in regelmäßigen Abständen nicht nach Haus, weil er entweder gerade in einer Bibliothek stand, oder zwischen Shanghai und New York hin und her flog. Aber es kam noch besser, denn er hatte seinem 6-jährigen Sohn versprochen mit ihm heute an den Strand zu gehen und im Meer zu baden.

Er wusste vom ersten Moment an, dass dies ein schöner Tag werden würde, auf den nicht nur er so sehr hingefiebert hat. Als er merkte, dass die Sonne schon aufgegangen war, und ihn direkt mit ihren wärmenden Strahlen sanft in der Nase kitzelte, musste er schmunzeln und daran denken wie lange es gedauert hat bis er sich diese kleine Wohnung mit direktem Blick aufs Meer, hatte leisten können und welche Entbehrungen dafür nötig waren dort mit Ramon zu leben.

Doch bevor er einen weiteren Gedanken zu Ende denken konnte, wurde die Tür seines Schlafzimmers langsam einen Spalt aufgemacht, und kaum das er sich versehen konnte kam Ramon mit einem lauten „Paaaaaaapa, Ich kooooomme!“ ins Bett gehüpft und landete natürlich genau auf seinen Beinen. Wie so oft wunderte sich Leomar, wie schnell sein Sohn an Gewicht zugenommen hatte, obwohl er für einen bald 7-Jährigen schon beinahe zu wenig wog. Man merkte, dass es sein kleiner Wirbelwind schon gar nicht mehr abwarten konnte endlich im Sand spielen zu können, denn er fragte mit freudigem Gesichtsausdruck: „Papi, gehen wir gleich zum Strand??“

„Zuerst werden wir frühstücken, was hälst du davon? Magst du heute wieder deine Cornflakes mit Kakao? fragte er ihn und fuhr seinem Sohn sanft mit der rechten Hand durch dessen blonden Wuschelkopf.

Dieser kuschelte sich dann ganz eng an seine Brust und gab ein freudiges „Ja!!“ von sich.

Nach einer Weile rappelte sich Leomar auf und ging mit ihm in die Küche um ihm einen leckeren Kakao zu machen und sich einen guten Kaffee. Während er an seiner breiten Anrichte stand sagte er zu Ramon: „Geh doch schon mal und wasch dir die Hände!“, was dieser mit einem „Muss das sein??“ beantwortete, aber trotzdem gehorsam ausführte.

Kurze Zeit später kam er auch schon wieder zurück und fing vorsichtig an seinen Kakao zu trinken. Sein Vater setze sich zu ihm und trank nebenbei an seinem fast schwarzen und ungesüßten Kaffee. „Ich werde jetzt ins Bad gehen und mich fertig machen …, Soll ich dir dann beim Anziehen helfen, Ramon? Eigentlich wollte er, dass sich sein Sohn selbst anzog, aber kaum hatte er diese Frage gestellt, nickte sein kleiner Sonnenschein schon eifrig.

Nachdem beide endlich fertig waren, nahm Leomar seinen am Vorabend zusammen gepackten Rucksack, in welchen er nur noch etwas zu Trinken für beide hinein gab und wandte sich zur Tür um die Wohnung zu verlassen.

Sein Sohn stand schon mit seinen Schwimmflügeln am Arm und seinem gelbem Spielzeugbagger in der Tür und erwartete ihn schon mit Freude in den Augen.

So gingen dann beide in aller Ruhe zum Strand, welcher zu dieser frühen Stunde am Wochenende noch recht leer war.

Sie suchten sich einen schönen Platz unter einem natürlichen Felsvorsprung und Leomar breitete dort seine Decke aus.

Als er sich nach seinem Sohn umsah, entdeckte er ihn schon aufs Wasser zu laufen. Sofort ging Leomar mit eiligen Schritten auf ihn zu, um ihn an der Hand führend mit ins wunderbar warme Wasser zu nehmen. Dort fing sein Sohn auch gleich an quietsch vergnügt

damit zu planschen und immer wieder vor den Wellen davon zu rennen und wenn diese zurück flossen, diesen zu folgen.

Sein Vater sah ihm voll Freude dabei zu und dachte dabei an seine Kindheit, in der er sich so etwas schon immer gewünscht hatte, aber es nie machen konnte. Er schreckte aus seinen Gedanken hoch, als er von weiter her jemanden freundlich „Halli Hallo ihr zwei!“ rufen hörte. Er erkannte Larissas schlanke, zierliche aber dennoch weibliche Gestalt schnell. Denn mit ihr war er schon mehrere Jahre sehr, sehr eng befreundet und er kannte außer ihr hier, keine Frau, die so früh nur im Bikini und einem um ihre Hüften geschwungen Seidentuch bekleidet, am Strand spazieren ging. Diesmal kam sie auf beide in einem sportlich geschnittenen, weißen Bikini, auf dem kleine schwarze Punkte zu sehen waren, zu. Als er sie sah, beeilte er sich um aus dem Wasser zu kommen um sie sodann ebenso freundlich zu begrüßen und sie

dabei zu umarmen.

Sie ließ es wie immer geschehen und erwiderte seine Geste mit den Worten: „Hey, es ist schön euch mal wieder hier unten am Strand zu sehen!!“…Ich freue mich auch sehr dich wieder zu sehen! Wie geht es dir?“ entgegnete er ihr. Sie kannte seinen Sohn schon seit seiner Geburt und so kniete sie sich in den weichen, feinen Sand um Ramon begrüßen zu können. Nebenbei sagte sie: “Gut, Danke! Dir doch auch, oder? Ich muss dir soviel erzählen!“ und so wandten sie sich um und gingen geschlossen zu seinem Platz zurück. Dort angekommen ließen sie sich auf sein großes grünes Badetuch sinken und Ramon ließ sich nicht unweit von ihnen nieder um mit seinem Bagger ein wenig im Sand zu spielen.

So konnten sie zumindest für die erste Zeit ungestört reden. Allerdings dauerte es nicht allzu lange, bis ihn sein Sohn daran erinnerte, dass er ihm versprochen hatte mit ihm eine große schöne Sandburg zu bauen. Und so machte er sich daran seinem Sohn zu helfen Sand zu einer Mauer zusammen zu rechen. Kurz danach gesellte sich auch seine allerbeste, gute Freundin zu ihnen und so bauten sie zusammen so lange bis sie eine große Burg hatten, über die sie danach selbst staunten.

Larissa, hast du vielleicht dein tolles Fotohandy dabei? Denn ich hab meines in meinem Arbeitszimmer liegen lassen, weil ich nicht gestört werden wollte?“ fragte er sie und lächelte dabei. Sie suchte kurz in ihrer, für sie immer viel zu kleinen grünen Handtasche und kramte es kurz darauf zwischen ihrem Make-up und einem kleinen Handspiegel heraus.

Leomar stand mit einem leichten Schmunzeln neben ihr und wartete geduldig bis sie es gefunden hatte. Sie machten gleich mehrere Fotos, da ihnen die ersten beiden nicht sofort glückten und dementsprechend aussahen.

So genossen sie den restlichen Nachmittag am Strand und verabredeten sich dann für den frühen Abend bei ihm zum Essen. Kurz nach dem die Sonne ihren Zenit überschritten hatte, verabschiedeten sie sich mit einer herzlichen Umarmung voneinander. Leomar packte wieder alles zusammen und wollte aufbrechen, als er plötzlich einen sehr kalten Windhauch verspürte, der ihn unweigerlich im ersten Moment ein wenig frösteln ließ.

Als er fertig war, gingen er und Ramon den kurzen Weg durch den Sand zurück zu seinem Haus, um dort die Vorbereitungen für den Abend zu treffen.

 

 

 

 

 

 

 
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